Ambulante spezialfachärztliche Versorgung

Anforderungen zur Behandlung von Hämophilie in der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung beschlossen

Patientinnen und Patienten mit der Diagnose Hämophilie – einer angeborenen Gerinnungsstörung des Blutes – können künftig im Rahmen der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) behandelt werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Freitag in Berlin die spezifischen Anforderungen für dieses Leistungsangebot beschlossen. Dazu zählen insbesondere der Behandlungsumfang sowie die personellen Anforderungen an das interdisziplinäre Team, bestehend aus Teamleitung, Kernteam und hinzuzuziehenden Fachärztinnen und Fachärzten. „Ambulante spezialfachärztliche Versorgung“ weiterlesen

CHMP empfiehlt Zulassung für Emicizumab

CHMP empfiehlt Zulassung für Emicizumab bei Patienten mit schwerer Hämophilie A ohne Inhibitoren

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat dem Antikörper Hemlibra®▼ (Emicizumab) eine positive Empfehlung zur Zulassung für die Routineprophylaxe bei Kindern und Erwachsenen mit schwerer Hämophilie A ohne Inhibitoren gegen Gerinnungsfaktor FVIII FVIII < 1 %) ausgesprochen. Darüber hinaus befürwortet das CHMP unterschiedliche Dosierungsintervalle (wöchentlich, zweiwöchentlich oder vierwöchentlich subkutane Injektion) bei Patienten mit oder ohne Inhibitoren gegen Faktor VIII. Die Zulassungsempfehlung erfolgte auf Basis der HAVEN 3 und HAVEN 4-Studien, die für Hemlibra für Behandlungsabstände bis zu vier Wochen einen hoch effizienten Blutungsschutz nachgewiesen haben. Hemlibra ist das erste Medikament, das gegenüber der Standardprophylaxe mit einem Faktor VIII-Konzentrat eine signifikante Reduktion der Blutungsraten bei Menschen mit Hämophilie A ohne Inhibitoren nachweisen konnte.

Quelle: IGH

Autor / online gestellt: Joachim Freischem