Antikörper

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  • #1325
    Joachim Freischem, Apotheker
    Gast

    Lieber Albert! Zunächst einmal alles Gute für die Schwangerschaft und Eure gemeinsame Zukunft. Ihre Frage kann ich nur aus der Literatur beantworten: Der Antikörper Hemlibra (Emizicumab) ist zugelassen bei Patienten mit schwerer Hämophilie A bei allen Altersgruppen – mit und ohne Hemmkörpern. Der Antikörper wird unter die Haut gespritzt, was bei Babies / Kleinkindern natürlich ein große Erleichterung sein kann. Ausserdem bleibt der Antikörper lange im Körper, so dass die Injektionen – mit jeweils angepasster Dosierung – im Abstand von einer, zwei oder vier Wochen erfolgen können. Die Gabe von Faktorpräparaten bei Hämophilie A erfolgt hingegen in kürzeren Abständen – und in die Vene. Wenn Ihr Sohn eine schwere Hämophilie A haben sollte, ist dies sicher eine überlegenswerte Therapie. Der Sie betreuende Arzt trifft dazu – mit Ihnen – die Entscheidung. Herzliche Grüße Joachim Freischem

    P.S: Der HaemoDoc, an den Sie sich wendeten, ist / war – genauso wie Sie – „nur“ Besucher dieses Forums. Ich kann Ihnen daher nicht versprechen, dass er Ihnen dazu ebenfalls antwortet.

    #1318
    Albert
    Gast

    Hallo HaemoDoc,

    ist die Antikörpertherapie auch etwas, das schon bei Babies angewandt werden kann?
    Meine Frau ist gerade schwanger mit einem Jungen der Hämophilie A haben wird und wir suchen gerade nach der besten Therapie für den Kleinen.
    Das würde natürlich vieles vereinfachen.

    Vielen Dank

    #1098
    Nora
    Gast

    Hallo zusammen,
    alle 2 Wochen spritzen, hört sich entspannt an. Unsere Ärztin meinte allerdings, dass es auch Faktor VIII gäbe, den man nicht so häufig spritzen muss. Wie seht Ihr das? Der wird doch weiterhin in die Vene gespritzt, oder?
    Ich bin unsicher, worauf wir meinen Sohn umstellen sollen…. Ich bin gespannt auf Eure Erfahrung.
    Danke Euch
    Liebe Grüße
    Nora

    #826
    HaemoDoc
    Gast

    Also ich kann nur Frau Wermes zustimmen, wenn sie schreibt, dass „der neueste Stand der Forschung ist ein sogenannter Antikörper, der „sich nicht nur durch eine andere Art der Spritze („unter die Haut“ statt „in die Vene“) von den klassischen Gerinnungsfaktoren unterscheidet, sondern die komplette Therapie revolutioniert.“ – Ich stelle alle meine neuen Patienten auf Hemlibra ein. Aber wie ich gehört habe, halten sich noch die Kollegen zurück. Vermutlich aufgrund der Direktbelieferung der Zentren. Aber das wird sich ja im Laufe des Jahres ändern, wenn der vorgeschriebene Apothekenvertriebsweg eingehalten werden muss. Mal sehen. Interessante Website übrigens. DocDoc 🙂

    #688
    Rainer
    Gast

    Hallo zusammen,

    ich musste wegen meiner schweren Hämophilie A 4 x pro Woche i.v. spritzen … und habe zwischendurch immer mal wieder eine Blutung gehabt. Seit 4 Monate bin ich auf Hemlibra – nur noch alle 14 Tage spritzen und das nur unter die Haut. Ich bin total erleichtert!!! Außerdem hatte bis jetzt keine Blutung mehr. Das ist eine Befreiung 🙂

    Gruß Rainer

    #575
    Nora
    Gast

    Hallo zusammen,

    das liest sich sehr gut, die neue Therapie mit dem Antikörper! Für meinen Sohn (12) bedeutet das Spritzen immer eine große Überwindung. Es wäre eine große Erleichterung, nicht mehr so oft spritzen zu müssen, und dann nicht mehr in die Vene. Für die ganze Familie.

    Wer hat denn Erfahrung damit? Wie fühlt ihr Euch unter dem Antikörper?

    Einen schönen Tag Nora

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