Erste Lieferung von Faktor VIII-Produkten von Bayer an das humanitäre Hilfsprogramm der Weltföderation für Hämophilie

Bayer ist Partner des WFH-Programms

75 Prozent der in Entwicklungsländern lebenden Menschen mit Hämophilie ohne Zugang zu angemessener Behandlung / Die 5-jährige Partnerschaft beinhaltet eine Spende von 50 Millionen internationalen Einheiten von Bayer-Hämophilie-Medikamenten zur Versorgung von bis zu 5.000 Patienten mit Hämophilie A in Ländern mit keiner oder nur begrenzter medizinischer Versorgung / Das Programm unterstützt die Bereitstellung von Faktor VIII-Produkten sowie Aus- und Weiterbildung von medizinischem Fachpersonal in über 60 Ländern.

Leverkusen, 4. Dezember 2019 – Die erste Lieferung mit dem Bayer Hämophilie-Produkt Kovaltry® wurde an das humanitäre Hilfsprogramm der Weltföderation für Hämophilie (WFH) verschickt. Dies ist ein wichtiger Meilenstein im Rahmen der Spendenzusage von insgesamt 50 Millionen internationalen Einheiten (I.E.) von Bayer-Faktor VIII für die WFH. Weltweit leben ca. 400.000 Menschen mit Hämophilie, der sogenannten „Bluterkrankheit“, bei der die Blutgerinnung durch den fehlenden oder defekten Gerinnungsfaktor VIII gestört ist. Die Substitution von FVIII ist heutiger Therapiestandard, um Blutungen weitgehend zu verhindern und ermöglicht eine nahezu normale Lebenserwartung. Jedoch erhalten nach Angaben der WFH 75 Prozent der Menschen mit Hämophilie keine adäquate Behandlung oder haben gar keinen Zugang zu einer Therapie. Das WFH-Programm organisiert Spenden und die Verteilung von Produkten zur Hämophilie-Behandlung, da dies oft die einzige Möglichkeit ist, um Patienten eine Behandlung zu ermöglichen und ihnen so eine Perspektive zu bieten.

Bayer hilft mit Produkten und Ausbildung

Die fünfjährige Partnerschaft mit Bayer beinhaltet die Versorgung von Patienten mit Faktor VIII und trägt damit auch zur Aus- und Weiterbildung von medizinischem Fachpersonal auf dem Gebiet der Hämophilie A in über 60 Ländern mit eingeschränkter medizinischer Versorgung bei. Die Medikamente von Bayer zur Behandlung von Patienten mit Hämophilie A umfassen weltweit sowohl das neue Produkt mit verlängerter Halbwertszeit Jivi® als auch Kovaltry® und Kogenate® FS/Bayer.

„In Entwicklungsländern besteht dringender Bedarf in der Gesundheitsversorgung von Menschen mit Blutgerinnungsstörungen, von denen 75 Prozent nur begrenzten oder keinen Zugang zu einer geeigneten Therapie haben“, erklärt Alain Weill, Präsident der WFH. „Die erste Lieferung von Hämophile-Produkten von Bayer leistet einen bedeutenden Beitrag und kommt bis zu 5.000 Patienten zugute, die mit Hämophilie A leben und besonders dringend eine Behandlung benötigen.“

„Wir freuen uns sehr, diesen wichtigen Meilenstein in unserer Partnerschaft mit der WFH erreicht zu haben. Denn diese Initiative ist für viele die einzige Chance auf eine Therapie“, sagt Dr. Klaus Horn, Leiter Hämatologie bei Bayer Vital. Ohne angemessene Therapie der Hämophilie kann es zu langfristigen Gelenkkomplikationen bis hin zu frühem Tod der Betroffenen kommen. „Das Programm trägt zu einem besseren Leben vieler Betroffener bei. Die Behandlung mit den Produktspenden ermöglicht zum Beispiel, dass Kinder zur Schule gehen und an Alltagsaktivitäten teilnehmen können“. Bayer ist 2019 einer der wichtigsten Partner des WFH-Programms.

Über Hämophilie A
Bei Hämophilie handelt es sich um eine größtenteils erbliche Erkrankung, bei der eines der Proteine, das für die Blutgerinnung erforderlich ist, fehlt oder nur in geringer Konzentration vorhanden ist. Weltweit sind ungefähr 400.000 Menschen von dieser Erkrankung betroffen. Hämophilie A ist die häufigste Form der Hämophilie, bei der die Blutgerinnung durch den fehlenden oder defekten Gerinnungsfaktor VIII gestört ist. Bei an dieser Krankheit leidenden Patienten treten häufige Blutungen in Muskeln, Gelenken und Geweben auf, die im Laufe der Zeit chronische Gelenkschäden verursachen können. Verletzungen können schwerwiegende Folgen haben, wenn sie nicht angemessen behandelt werden, da das Blut bei Patienten mit Hämophilie langsamer gerinnt als bei gesunden Menschen. Von Hämophilie A sind Menschen weltweit betroffen, mit einer geschätzten Häufigkeit von 1 zu 5.000 männlichen Lebendgeburten. So gibt es derzeit ungefähr 6.000 Betroffene in Frankreich, 4.000 in Deutschland und 13.000 in den USA.

Über das WFH humanitäre Hilfsprogramm
Das erweiterte humanitäre Hilfsprogramm der WFH verbessert den Zugang zu medizinischer Versorgung und Therapien, indem Menschen mit erblichen Gerinnungsstörungen in Entwicklungsländern die dringend benötigte Unterstützung erhalten. Mithilfe von besser planbaren und langfristigen Spenden ermöglicht das humanitäre Hilfsprogramm der WFH Patienten einen konsistenten und zuverlässigen Zugang zu medizinischer Versorgung. Unterstützt wird die WFH dabei von Sponsoren. Weitere Informationen zum humanitären Hilfsprogramm der WFH finden Sie unter: www.treatmentforall.org.

Über die Weltföderation für Hämophilie
Seit über 50 Jahren arbeitet die internationale gemeinnützige „Weltföderation für Hämophilie“ (WFH) daran, das Leben von Menschen mit Hämophilie und anderen erblichen Blutgerinnungsstörungen zu verbessern. Die 1963 gegründete Organisation ist ein globales Netzwerk von Patientenorganisationen in 140 Ländern und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell anerkannt. Besuchen Sie die WFH online unter www.wfh.org.

Über Hämophilie bei Bayer
Bayer setzt sich für Menschen mit Hämophilie ein. Seit über 30 Jahren engagieren wir uns gemeinsam mit der Hämophiliegemeinschaft – wir verstehen die Bedürfnisse und Hoffnungen von Hämophilie-Betroffenen. Faktor-VIII-Ersatztherapien sind der Behandlungsstandard, um Blutungen zu stillen oder zu verhindern. Das Bayer-Portfolio an Faktor-VIII-Produkten bietet Menschen mit Hämophilie A in allen Lebensphasen eine auf ihre individuellen Bedürfnisse und Lebensweise abgestimmte Behandlung. Wir arbeiten eng mit Forschern, Medizinern und Patientengruppen daran, die Hämophiliegemeinschaft weiter zu stärken und Menschen mit Hämophilie ein erfülltes Leben zu ermöglichen. Bayer engagiert sich mit Leidenschaft in der Spitzenforschung und investiert in die Entwicklung der nächsten Generation von Therapien und Lösungen, um Menschen mit Hämophilie eine Zukunft mit Lebensqualität zu ermöglichen.

Über Bayer
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und steht mit seiner Marke weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte der Konzern mit rund 117.000 Beschäftigten einen Umsatz von 39,6 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 5,2 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de

Die Bayer Vital GmbH vertreibt die Arzneimittel der Divisionen Consumer Health und Pharmaceuticals sowie die Tierarzneimittel der Geschäftseinheit Animal Health in Deutschland. Mehr Informationen zur Bayer Vital GmbH finden Sie unter: www.gesundheit.bayer.de

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung von Bayer beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.